Geschichte

Der Zufall hat die IFB-Stiftung nach Südafrika gebracht

Im Jahr 2006 besuchte der Kinder-Chor der Sibonile Blinden-Schule in Klipriver, Südafrika, Wiesbaden. Die IFB-Stiftung übernahm die Betreuung. Die Schuldirektorin war vom Umgang und den Möglichkeiten der Menschen mit Behinderung in Deutschland nachhaltig beeindruckt und lud den Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Groh ein, sich in Klipriver, nahe Johannesburg, ein Bild von der Situation von Kindern mit Behinderung zu machen.

Was er dort sah, motivierte ihn dermaßen, dass bereits auf der Rückreise der Entschluss feststand, den Kindern in Südafrika zu helfen: Die Initiative "Löwenmut" wurde gegründet.

"Dass sich die IFB ausgerechnet im Ort Klipriver in der Kommune Midvaal engagiert, ist Zufall", bestätigt Wolfgang Groh. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht wegschauen kann. Wo wir Bedarf sehen, wo wir erkennen, dass die IFB die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung verbessern kann, da werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv."

In Deutschland gelebte Praxis, in Südafrika in den Anfängen

Am 1. September 2011 zogen die ersten Kinder in das Kinderhospiz Löwenmut ein, die offizielle Eröffnung fand am 24. Februar 2012 statt.

"Die Kinder werden hier pädagogisch, psychisch und pflegerisch betreut", erklärt Wolfgang Groh. "Die wichtigsten Bestandteile unserer Arbeit sind eine liebevolle Begleitung und ein würdiges Leben." Für viele Kinder sei es das erste Mal, dass sie einen festen Tagesablauf hätten, so der IFB-Vorstandsvorsitzende. "Essen, Schlafen, Zuwendung, das ist für uns so selbstverständlich in Deutschland. Für viele Südafrikaner ist das neu."

Wissens- und Erfahrungsaustausch

Den Austausch von Wissen und Erfahrungen hat sich die IFB-Stiftung ebenso zur Aufgabe gemacht, wie das Sammeln von Geld- und Sachspenden für das Kinderhospiz. "In Südafrika werden Kinder mit Beeinträchtigungen oftmals vor der Öffentlichkeit versteckt", beschreibt der Löwenmut-Gründer die Zustände, wie er sie vor Ort erlebte.

"Die Müllabfuhr wurde z.B. mit einer Kampagne beauftragt. Sie sollte schauen und melden, wo sie Hinweise entdeckt, die darauf schließen lassen, dass in einem Haushalt ein Kind mit Behinderung lebt."  Denn zur Zeit der Eröffnung des Kinderhospizes gab es noch keine Erhebungen darüber, wie viele Kinder mit Behinderung in Südafrika leben und dringend Hilfe benötigen.