Trauerarbeit

Trauerarbeit in Südafrika unterscheidet sich alleine schon durch die verschiedenen Kulturen und Religionen deutlich von der in Deutschland. Daher ist es besonders wichtig, mit individueller Sensibilität und Feinfühligkeit auf die jeweiligen Bedürfnisse der betroffenen Familien einzugehen.

Unsere deutsche Seelsorgerin und Trauerberaterin Christine Ose ist als Ansprechpartnerin regelmäßig vor Ort, um offene Fragen rund um das Thema Tod, Verlust und Abschied wie folgt zu beantworten:

  • Wie begleite ich ein Kind kurz vor seinem Tod?

  • Wie begleite ich die anderen Kinder im Haus in dieser schweren Zeit?

  • Wie gehe ich mit dem Verlust um?

  • Wie spreche ich mit den Angehörigen?

  • Was kann ich für mich tun, um den Verlust zu verarbeiten?

Dazu gehören auch sogenannte "Procedere" (Prozedere im Deutschen, ersetzen das für uns geläufige Wort "Ritual", das in Südafrika nach unseren Erfahrungen häufig in einem religiösen Kontext steht), die Frau Ose gemeinsam mit dem Team und der Leitung des Hauses erarbeitet hat. So werden die Verstorbenen je nach Wunsch der Familie in weißer Bettwäsche aufgebahrt und je nach Kultur und Religion mit einer angezündeten Kerze oder niedergelegten Zweigen verabschiedet.

Im Haus findet nach jedem Tod eine Gedenkfeier statt. Die Beerdigungen finden außerhalb des Hospizes statt. Sie sind in Südafrika sehr teuer und für viele Familien eine außerordentliche finanzielle Belastung.

Unser Memorial Garden, dient nicht nur den Familien, sondern auch den hinterbliebenen Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern des Kinderhospizes Löwenmut als Ort für Erinnerungen, aber auch für Trauer, Abschied und Trost. Auf glänzenden, bronzefarbenen Tafeln bleiben die Namen der Kinder unvergessen.